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Doktoranden finden im Nationalpark Bayerischer Wald einzigartige Bedingungen


Nicht nur die Aufnahme von Verbiss-Schäden, sondern auch die Ãberprüfung des Geländes mittels Wildkameras gehört zur Forschungsarbeit von Suzanne van Beeck Calkoen. (Fotos: Annette Nigl/Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald)

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Grafenau. Wer den Namen Nationalpark Bayerischer Wald hört, der denkt in erster Linie an unberührte Natur, an Erholung und an tolle Ziele für Wochenendausflüge. Dabei steckt so vieles mehr dahinter. Das Schutzgebiet ist bei jungen Forschern aus aller Welt, die ihre Doktorarbeit schreiben wollen, eine der beliebtesten Adressen.

Jonas Hagge ist einer von ihnen. Er ist auf einem Kontrollgang zu den Forschungsflächen bei Guglöd im Landkreis Freyung-Grafenau. Einmal pro Woche kommt er hier vorbei, um zu sehen, ob die Käferfallen alle in Ordnung sind. Es gibt Flugfensterfallen, die Jonas Hagge und seine Kollegen aus Blumentopf-Untersetzern und Plexiglas-Scheiben gebaut haben. Die Bodenfallen sind aus Einweg-Bechern. Fertige Fallen gäbe es auch für viel Geld zu kaufen. „Aber für unsere Forschungsflächen brauchen wir in diesem Jahr insgesamt 270 Fallen – das wäre nicht finanzierbar“, erzählt Jonas Hagge. Also sind die jungen Forscher im Nationalpark lieber kreativ und entwickeln auf ihre Ansprüche perfekt zugeschnittene Lösungen. Das dürfen sie hier. Hier bekommen sie Platz, um Dinge auszuprobieren. Um zu forschen. „Das ist der Grund, warum der Nationalpark so viele junge Wissenschaftler anzieht. In der Freilandforschung kann man was lernen, das ist der große Bonus.“ Hier spielt vor allem auch das Forscher-Team um Professor Jörg Müller eine große Rolle. „Wir werden super betreut, es macht richtig Spaß.“

Jonas Hagge hat im Bayerischen Wald gefunden, was er gesucht hat. Der 28-jährige gebürtige Hamburger war schon viel in der Welt unterwegs. Kap Verden, Nepal, Ostpolen. Auch in Äthiopien hätte er promovieren können. „Aber ich wollte praktischen Naturschutz machen.“ Und dies kann er nun in zweierlei Hinsicht. Jonas Hagge arbeitet zum einen in der Arbeitsgruppe für Entomologie an der Technischen Universität München in Freising an dem Projekt Bio-Holz, an dem sich auch der Nationalpark beteiligt. Zum anderen schreibt er über seine Forschungen im Nationalpark gerade seine Doktorarbeit.

Was er macht, hört sich zunächst einmal theoretisch an. „Wir wissen, dass durch Totholz in den Wäldern die Biodiversität, also die Artenvielfalt, steigt“, erklärt Jonas Hagge. 30 Prozent der Arten im Wald hängen von Totholz ab, allein bei den Käfern sind es 1400. „Totholz ist jedoch eine Mangelware in unseren Wäldern und wir haben deutschlandweit nur noch zirka zehn Prozent natürliche Wälder“, erklärt Jonas Hagge. 30 Prozent der Totholzarten sind daher gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Eine Anreicherung von Totholz kann diesem Trend entgegenwirken.

Das Ziel des jungen Forschers ist es daher, den Waldbewirtschaftern Handlungsempfehlungen zu geben, wie solche Naturschutzmaßnahmen auch in einem Wirtschaftswald am effektivsten umgesetzt werden können. Ist es sinnvoller, Totholz gehäuft oder verteilt im Wald zu lassen? Sollen die toten Stämme liegen oder stehen? Sind sonnige Plätze besser als schattige? Um diese Fragen beantworten zu können, hat der junge Forscher im Nationalpark im Buchenwald acht Versuchsflächen mit verschiedenen Szenarien angeordnet. Mittels der Käferfallen kann er feststellen, welche und wie viele Organismen sich in den einzelnen Versuchsflächen ansiedeln.

„Die Forstwirtschaft soll einen Nutzen aus unserer Forschung ziehen“, sagt Jonas Hagge, der das Projekt mittlerweile im dritten Jahr betreut. „Natürlich wollen wir auch Grundlagen erhalten, wo sich welcher Käfer am liebsten aufhält.“ Und dies bedeutet viel Arbeit. 630 verschiedene Käfer sind den Forschern im ersten Jahr in die Falle gegangen. Die Daten des zweiten Jahres, in dem 150.000 Käfer gefangen wurden, werden gerade ausgewertet. Damit Jonas Hagge das alles schafft, stehen ihm 24 Praktikanten zur Seite. Sie kommen zum Teil aus Indien, Portugal oder den USA. „Und alle sind total begeistert und fühlen sich wohl hier.“ Laut Jonas Hagge sind dafür auch die Einheimischen verantwortlich. „Wir werden sehr freundlich aufgenommen.“

Genauso empfindet es Suzanne van Beeck Calkoen. Anfang dieses Jahres hat die 25-jährige Holländerin im Nationalpark mit der Feldarbeit zu ihrer Doktorarbeit begonnen. Drei Jahre wird sie nun hier forschen. Für sie war es auch wichtig, in der Bevölkerung Anschluss zu finden. Und dies wurde ihr leichtgemacht. „Ich treibe sehr gern Sport, am liebsten aber im Team“, erzählt sie, während sie eine Wildkamera an einem Baum anbringt. Also ist sie in Frauenau bei der dortigen Damenfußballmannschaft gelandet. Hier kickt sie nun nicht nur mit, sondern wird auch immer wieder auf ihre Arbeit angesprochen. „Die meisten Menschen, die mich kennenlernen, sind neugierig und wollen wissen, was ich im Nationalpark mache.“

Und das erklärt die Doktorandin mit Feuereifer. „Ich will erforschen, wie sich Hirsche und Rehe ernähren, wenn sie in einem Gebiet leben, in dem auch großen Beutegreifer, wie der Luchs oder der Wolf, unterwegs sind.“ Die meisten Arbeiten, die sich mit den ökologischen Einflüssen von großen Beutegreifern beschäftigen, stammen aus naturnahen Ökosystemen, meist aus großen Schutzgebieten in Nordamerika oder Afrika mit relativ geringem menschlichem Einfluss, zum Beispiel dem Yellowstone Nationalpark. „Im Gegensatz zu den dortigen Forschungen haben wir nur ein geringes Verständnis darüber, wie Räuber-Beute-Systeme in Kulturlandschaften funktionieren, in denen Menschen die Nahrungsnetze stark beeinflussen.“

In diesem Bereich will Suzanne van Beeck Calkoen etwas Licht ins Dunkel bringen. Schon ihre Masterarbeit, die sie in Schweden gemacht hat, handelt von diesem Thema. „Allerdings ging es hier um den Einfluss der Wölfe auf das Nahrungsverhalten der Elche.“ Nun stehen Rot- und Rehwild, Wolf und Luchs im Fokus ihrer Forschung.

Um hierzu Daten erheben zu können, ist ein riesiger Aufwand nötig. Suzanne van Beeck Calkoen hat mit Maßband und Markierungsstöcken 48 Segmente mit einer Größe von je 100 auf einem Meter abgesteckt. Unterstützt wurde sie von neun Praktikanten. „24 Bereiche lagen im Nationalpark, 24 im Bereich der Staatsforsten.“ Einige lagen nahe menschlicher Siedlungen, einige abgelegen und ruhig. Einige in Jagdgebieten und andere in jagdfreien Zonen. „In allen Segmenten haben wir die darinstehenden Bäume begutachtet und die Verbiss-Schäden erhoben.“ Außerdem wurden Wildkameras aufgestellt sowie Kotproben von Rot- und Rehwild gesammelt und analysiert. „Mit Hilfe all dieser Daten können wir erkennen, welche Art von Nahrung Rehe und Rothirsche in Gebieten mit großen Beutegreifern bevorzugen und welche Auswirkungen dies auf die Baumartenanteile und somit auf die Waldstruktur hat.“

Die Rückkehr der großen Beutegreifer berühre die konfliktgeladene Diskussion zwischen Förstern, Jägern und Naturschützen über zu hohen Verbiss in Deutschlands Wäldern, erklärt Suzanne van Beeck Calkoen. „Die Ergebnisse meiner Arbeit sollen dazu beitragen, die Diskussionen über die Rückkehr großer Beutegreifer auf eine fachlich fundierte, objektive Basis zu stellen.“

Doch nur bei Forschungen im Bayerischen Wald soll es nicht bleiben. Suzanne van Beeck Calkoen hat mit ihrem Projekt großes vor. „Die gleichen Erhebungen werden wir auch noch in vier anderen Gebieten in Europa machen, und zwar in den Nationalparks Hainich und Schwarzwald und in den polnischen Nationalparks Bieszczady und Bialowieza, in denen Wölfe schon seit Jahrzehnten vorkommen.“

Außerdem möchte Suzanne van Beeck Calkoen die 33 bestehenden Eurodeer-Gruppen, die Erhebungen zu Rot- und Rehwild in ganz Europa austauschen, darum bitten, sich ihrem Projekt anzuschließen. „Im Juni werde ich meine Feldarbeit vorstellen. Falls die Vertreter der anderen Eurodeer-Gruppen dazu bereit sind, die Daten zu erheben, werde ich eine Vorgehensweise entwickeln.“ Die 25-Jährige könnte so ihre Forschung auf ganz Europa ausbreiten. „Wir hätten dann einen großen Pool an hilfreichen Daten“ – mit Initialzündung im Nationalpark Bayerischer Wald.

Auch für Professor Marc W. Cadotte, stellvertretender Direktor der Universität von Toronto-Scarborough in Kanada, hat die Forschungsarbeit des Nationalparks Bayerischer Wald weltweit einen sehr hohen Stellenwert.  Marc W. Cadotte ist selbst in der Forschung aktiv, er kennt das Team um Jörg Müller sehr gut. „Die Forscher des Nationalparks haben den Ruf, extrem groß angelegte Experimente durchführen zu können, die anderswo nicht möglich sind“, sagt Cadotte. Die zahlreich verfassten Arbeiten, vor allem zu den Auswirkungen natürlicher Störungen auf die Wald-Biodiversität, hätten die Forscher des Nationalparks weltweit bekannt gemacht. „Daher kommen viele Studenten und Doktoranden in den Nationalpark. Er ist ein großes, intaktes Waldökosystem in einer ansonsten stark von Menschen dominierten Region in Europa und damit ein seltenes Juwel.“ Hier kann man die natürliche Tier- und Pflanzenpopulation sowie die natürlichen Prozesse, die das Ökosystem prägen, kennenlernen. „Für junge Forscher bietet der Nationalpark daher eine einmalige Chance.“

Lobende Worte für die Forscher gibt es auch von Dr. Franz Leibl, Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald. „Forschung ist kein Selbstzweck, sondern eine wichtige Aufgabe, die die Nationalparkverwaltung zu erfüllen hat“, resümiert Leibl. Aktuell könne man auf ein „hauseigenes“ Forscherteam zurückgreifen, das auf hohem wissenschaftlichem Niveau arbeitet und vor allem auch praxisorientierte Forschungsergebnisse liefert. „Kein Wunder also, wenn sich Jungforscher aus den verschiedensten Ländern der Welt im Nationalpark Bayerischer Wald einfinden.“